Wiener Typen - WIENzig
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Wiener Typen

Es gibt Typen in Wien, die gengan an jedn zumindest zeitweise gscheid am Zaga. Trotzdem gehören sie zu unserer wunderschönen Stadt – wie die Hundstrümmerl, die Papierln und der Kaugummi zum Trottoir.

 

DER GRANTSCHERBM

 

Er ist giftig zu seine Nochborn, zankt si mit olle aus seina Famülie und findt es Lebm eigentlich zum Speibm. De Politik deppat, weu alle korrupte Saubeidln san, da Wödfriedn steht nimma long und übahaupt geht ois laungsam owa sicha in Oasch. Damit a de ondan wos vom Grundpessimismus des Grantscherbms hom, mocht er seim Ärger oft Luft und feut olle on, de wos eam zu nah kumman. Des is lästig wia’ra Kropf – ondaraseits san de Grantscherbm ned wegzudenkn aus Wean.

 

Häufiges Vorkommen: überall
Mag: so guad wie nix, vielleicht sei Kotz
Hasst: de Leit, es Lebm, de Wöd
Soziale-Akzeptanz-Faktor: geht so
Nervigkeits-Faktor: enorm

 

DER GSCHAFTLHUAWA

 

Er waaß imma ois bessa und redt gscheid daher, a waun er kan Schimma hod. Goschert und mit an Ego wia’ra Elefant stoiziert er im Büro umanand und glaubt, er is a große Zampano. Außadem is er stoiz drauf, dass er si zum Deppm hacklt, des gschaftige Umanandafliagn is eam des Ollaliabste. Dass ondare ohne des Trara a wos weidabringan, geht ned in sein Schädl.

 

Häufiges Vorkommen: Arbeitsplatz
Mag: eigene Ideen, Pressekonferenzen und Vorträge
Hasst: Zuhören
Soziale-Akzeptanz-Faktor: geht so
Nervigkeits-Faktor: enorm

 

DAS VASERL

 

A Vaserl is ana, der wos si auffiat, ois warat er aus Zucka. Es nieslt a bissl? Hüfe, do wer’ma si verkühln! In Finga gschnittn? Ruft’s an Oazt! Vor oim, wos neich is oda wos a bissl gfährlich sein kunnt, hod des Vaserl a Todesaungst, oft is er raunzert deswegn. Dazua hod a Vaserl ned wirklich a Rückgrot, waun eam ana deppat kummt. Vorm si-wehrn hod er nämlich zu vü Aungst. Ana, der wos eam lad tuan kennt.

 

Häufiges Vorkommen: Familienkreis, Arbeitsplatz
Mag: die Mama
Hasst: Konflikt, Gefahr
Soziale-Akzeptanz-Faktor: hoch
Nervigkeits-Faktor: harmlos

 

DIE FADE NOCKN

 

Sie is gern z’haus, hod kane Hobbies aussa Netflix und Fressn und redt nur üba’s Weda und vielleicht de Kotz. Furtgehn oda wos unternehmen is nix, wos se interessiert. Neiche Leit, Reisn, Lesen oda Sport – ois zach, weu zu onstrengend. Ihr Lebm und ihr Geist san fad wia’ra Brot ohne Butta, owa ändan wü’s a nix dran. A fade Nock hoid.

 

Häufiges Vorkommen: Familienkreis, Freundeskreis
Mag: Monotonie
Hasst: Unterbrechungen der Monotonie
Soziale-Akzeptanz-Faktor: geht so
Nervigkeits-Faktor: geht so

 

DER SCHICKIMICKI

 

Man siacht eam sötn in wos ondarem ois da Ansa-Panier, sei Oide trogt Gucci-Tascherl und geht jede Wochn zum Friseur, und sogoa de Gschroppm wern ausseputzt und gschnieglt wia’ra Christbam. In da Freizeit zagt er si gern durt, wo’s a schick gnua is. In an Beisl find’st den Schickimicki ned, dafia in sauteire Bars, auf Kunstvernissagen oder am Opernball. Weu: Ma wü ja a olle zagn, dass a Göd do is! Ob a Hirn a do is, is scheinboa ned so wichtig.

 

Häufiges Vorkommen: Boutiquen, Szenebars, Vernissagen
Mag: teure Klamotten, bewundert werden
Hasst: Stillosigkeit
Soziale-Akzeptanz-Faktor: geht so
Nervigkeits-Faktor: mäßig

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