Wiener ABC - A - WIENzig
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Wiener ABC – A

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z

 

A

 

Aller Anfang ist das A. Viele schöne Wiener Wörter beginnen daher wie das Alphabet: Vom Ansatrottl über’s si aufpudln bis hin zum Augriadn …

 

Achtl / Achterl, n. ⅛ Liter (Wein)

 

Adaxl, n. “Eidechserl”, kleine Eidechse

 

A geh! Ausruf, der große Verwunderung vortäuscht

 

amoi einmal

 

Ananas, f. 1. Ananas, 2. Gartenerdbeere, früher als “Ananas-Erdbeere” bekannt

 

mitn Anasiebzga foan “mit dem 71er fahren”, sterben

 

Ansapanier, f.         “Einserpanier”, bestes Gewand, → Panier

 

Ansaschmäh, m.         “Einserschmäh”, simpler Trick, mit dem man immer wieder durchkommt oder durchzukommen glaubt

 

Ansatrottl, m. so wie sich die Ansapanier (“Einser-Outfit”) als etwas Besonderes hervorhebt, so sticht der Ansatrottl durch seine spezielle Blödheit hervor

 

Antn, f. Ente, → Dreckantn

 

apa aper,nicht von Schnee bedeckt, schneefrei

 

Aranzini, Pl. kandierte Orangenschalen in Würfelform, Backzutat oder Süßigkeit (in Schokoladenglasur)

 

Arsch, m. siehe -> Oasch

 

Aschanti, f. bzw. Aschantinuss, Erdnuss, abgeleitet von den Aschanti, einem westafrikanischen Volk 

 

Aschantinega, m. herablassende Bezeichnung für Schwarze aus der unseligen Zeit, als ein ganzes Dorf aus Afrika im Zoo zur Schau gestellt wurde

 

aubaun 1. “anbauen”, pflanzen, 2. etwas aubaun = etwas verlieren oder verlegen

 

audepscht verbeult bzw. eingedellt, z.B. a ondepschts Obst

 

Audepschta, m. Person mit unterstelltem → ondepschtn Kopf und daher fehlendem Verstand, → hin in da Marün

 

audrahn             1. jemand wos audrahn =  jemandem etwas “andrehen” = aufschwatzen und verkaufen, 2. provozieren, einen Streit anfangen

 

aufdrahn sich aufführen, sich wichtig machen

 

Aufdrahra

 

aufäun jemandn aufäun        jemanden “anfäulen” = anschnauzen oder derb zurückweisen, (be)schimpfen

 

des fäut mi (ur) au das nervt (total), → des geht ma am Oasch

 

aufgmaschlt beinahe übertrieben schick hergerichtet

 

aufmaschln “mit Mascherln verzieren”, üppig schmücken, si aufmaschln = “sich schick machen”

 

aufliegn jemanden “anfliegen” = offensiv verbal attackieren

 

augfressn “angefressen”, wütend, verärgert, schlecht drauf

 

augrennt “angerannt”, verrückt bzw. deppert nach unterstellter Kollision von Kopf und hartem Gegenstand

 

si aufpudln “sich aufpudeln”, sich wichtig machen, → Pudl i ned auf!

 

Pudl di ned auf! “Mach dich nicht so wichtig!”,  “Führ dich nicht so auf!”

 

es fade Aug haum “das fade Auge haben”, sich langweilen

 

Los mi afoch auglahnd. “Lass mich in Frieden.”

 

augriad “angerührt”, beleidigt, eingeschnappt

 

Augriada, m. sehr empfindliche Person, → beleidigte Lebawuascht

 

Augschissana, m. “Angekackter”, Feigling der Extraklasse

 

augschitt “angeschüttet”, besoffen

 

Augschitta, m. “Angeschütteter”, stark besoffene Person, Trottel

 

augstraad 1. “angestreut”, besoffen, 2. strunzdumm wie ein → Bsuff

 

aulassig  “anlassig”, ungut zudringlich mit sexuellen Absichten

 

Aumtskappl

 

Aungstscheissa, m. Feigling, → Augschisssana

 

aupumpan 1. “anklopfen”, hörbar gegen etwas stoßen, 2. jemanden schwängern, analog zu E. to knock sb. up

 

si aurehrln “sich an-röhrln”, sich heftig betrinken, wohl wegen der Röhrenform der Bierdose

 

jemandn ausandln jemanden (mit einer Krankheit) infizieren, beispielsweise durch offenherziges Niesen, → Sandler

 

ausbaaln             “entbeinen”, 1. Knochen von Fleisch lösen, z.B. beim Zubereiten eines → Bochhendls, 2. zerlegen in viele Einzelteile, z.B. ein altes Gerät ausbaaln oder ein Auto

 

ausfratschln jemanden schamlos ausfragen, abgeleitet von den spätmittelalterlichen Marktfrauen, den Fratschlerinnen, die notorisch waren für ihre Tratschlust und Neugier

 

ausgreifn

 

Auspuffrepariera, m. Analverkehr Praktizierender – wofür das zu “reparierende” Auspuffrohr steht, ist unschwer zu erraten

 

aussackln “Geld aus den Hosensackln ziehen”, jemanden (finanziell) ausnehmen

 

ausschnopsn si wos ausschnopsn        etwas ausmachen, vereinbaren, abgeleitet vom Kartenspiel “Schnapsen”

 

ausstalliern (über jemanden) lästern, jemanden ausrichten, von ital. scagliare (“schleudern”), geschleudert werden hier Vorwürfe

 

Auszahda, m.         “Auseinandergezogener”, dünne, hoch gewachsene Person, → (langer) Lulatsch

 

auzahn “anziehen”, sich beeilen, schneller machen, häufig in der Wendung: Zah on! (“Spute dich!”)

 

auzipfn ärgern, nerven → des zipft mi on, des fäut mi on

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