Top 10 - Bücher für die Corona-Krise - WIENzig
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Top 10 – Bücher für die Corona-Krise

Die passende Lektüre für die Selbstisolation

 

Die Wohnung glänzt schon in allen Ecken, auf Netflix gehen die Serien aus, und sogar im Home-Office tut sich nix – Zeit für ein gutes Buch!

 

Wir haben 10 literarische Klassiker ausgewählt, die einerseits gut zur momentanen Lage passen und andererseits anhand verschiedener Szenarien zeigen, dass alles noch viel, viel schlimmer oder zumindest anders sein könnte auf der Welt …

 

Die Straße – Cormac Mac Carthy

 

Ein Vater und ein Sohn, die durch ein von einer unbekannten Katastrophe nuklearen Ausmaßes verwüstetes und weitgehend entvölkertes Amerika ziehen. Marodierende Banden und Kannibalen, die aus der Reise eine Flucht machen. Feindseliges Klima, Krankheit, Tod. Selten wurde ein Kampf ums Überleben so eindrucksvoll und zugleich einfühlsam geschildert. Denn trotz aller Not versucht der Vater, den Jungen zur Menschlichkeit zu erziehen. Packend, traurig und großartig geschrieben.

 

Die Wand – Marlen Haushofer

 

Eine durchsichtige Wand trennt eine einzelne Frau vom Rest der Welt – und isoliert sie mitsamt ihrem Seelenleben. Allein und mitten in der Natur lernt die Frau zu überleben, einem modernen Robinson Crusoe gleich. Während sie sich von der Menschheit entfremdet, kommt sie Flora und Fauna näher, um schließlich Frieden zu finden. Ein einsames und doch hoffnungsvolles Buch.

 

Die Arbeit der Nacht – Thomas Glavinic

 

Eines Tages wacht der 35-Jährige Wiener Jonas auf und merkt, dass er der letzte Mensch auf der Welt ist. In diesem Roman, der nur einen einzigen Protagonisten hat, geht es um Erklärungsversuche, Sinnsuche und letztlich die Einsicht der eigenen Machtlosigkeit. Jonas’ gespenstisches Alter Ego gewinnt im Verlauf der Handlung zusehends an Macht. Gruselig und mächtig!

 

Die Stadt der Blinden – Jose Saramago

 

Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn eine hochansteckende Krankheit Menschen reihenweise erblinden lässt? Wie wird aus Angst Panik, Willkür und schließlich Gewalt? Dieses verstörende Szenario verwendet Saramago für seinen ungewöhnlichen Roman, der sich im Detail mit dem Verlust von zugleich Sehvermögen und Zivilisation befasst.

 

1984 – George Orwell

 

Orwells “1984” ist eine Pflichtlektüre für kritische Geister, vor allem wenn es um das Thema Überwachung geht. Eine durch “Big Brother” totalüberwachte Bevölkerung, eine verzerrte Realität des Postfaktischen, eine mächtige Partei – und ein Bürger namens Winston, der zu zweifeln beginnt, sich auflehnt und durch Terror und Folter wieder auf Linie gebracht wird. Selbst die Liebe wird Opfer der Diktatur. 1948 schrieb Orwell den Roman, brandaktuell ist er bis heute.

 

Der Report der Magd – Margaret Atwood

 

Die zur diktatorischen “Republik Gilead” umgebauten USA sind nach einem “Notstands”-Umsturz regiert von christlichen Fanatikern, Frauen entrechtete Besitztümer ihrer Männer. Desfred, eine Magd, soll einem Kommandanten Kinder gebären – doch ihr altes Leben hat sie nicht vergessen. Ein kraftvoller feministischer Klassiker, der zum Denken anregt.

 

Alles, was wir geben mussten – Kazuo Ishiguro

 

Ahnungslos und scheinbar behütet wachsen die geklonten Kinder Kathy, Ruth und Tommy im Internat auf, doch das Erwachsenwerden und das Schicksal verschonen sie nicht: Am Ende ihrer Zeit im Internat steht nämlich nicht etwa die Freiheit, sondern ein Schicksal als Organspender, zu denen sie wie Schlachtvieh herangezogen wurden. Im Angesicht des Todes finden Kathy und Tommy schließlich zueinander… Taschentuchalarm – und nichts für schwache Nerven.

 

Die Pest – Albert Camus

 

In der algerischen Stadt Oran bricht eine Pest-Epidemie aus – und bringt in verschiedensten Menschen den wahren Charakter zutage. Belohnt oder bestraft wird niemand, denn die Pest hat keinen tieferen Sinn und ist höchstens Ausdruck einer allgemeinen Absurdität. Als Erzähler fungiert der Arzt Rieux. Der Roman trägt autobiographische Züge und lehrt einiges über Solidarität.

 

Schöne neue Welt – Aldous Huxley

 

Diese Dystopie versetzt den Leser in eine augenscheinlich reibungslos funktionierende Welt, wo Menschen aus der Retorte maschinengleich die ihnen je nach Kaste zugewiesenen Jobs ausführen – befriedigt, ernährt und unkritisch gemacht durch Selektion, Drogen, Sex und banalen Konsum. Ihre Götter: Henry ford und Sigmund Freud. Huxley schrieb seine Zukunftsvision im Jahre 1932, vor fast 90 Jahren, von ihrer Kraft hat die Erzählung aber noch immer nichts verloren.

 

Träumen Androiden von elektrischen Schafen? – Philip K. Dick

 

Dieser Roman lieferte die Buchvorlage zu “Blade Runner”. In einer Welt, wo Menschen und Androiden einander täuschend ähnlich geworden sind, ist Kopfgeldjäger Rick Deckard darauf spezialisiert, renitente Androiden gewaltsam “in den Ruhestand zu versetzen” – doch die Androidin Rachael bringt seine Weltsicht ins wanken … Ein Science-Fiction-Klassiker, philosophisch, originell und lesenswert.

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