Da Basilisk mit’n tödlichn Blick - WIENzig
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Da Basilisk mit’n tödlichn Blick

Weana Gschichtln

 

Hobt’s scho amoi ghert vom Basilisk, an echt schiachn Viech mit giftige Augn? Im Oidn Wean hod da Sage noch ana im heitign Ansa-Hieb sei Unwesn triebm. Lests, wia si damois de Gschicht zuatrogn hod …

 

Vua longa Zeit in Wean in da Schönlaterngossn is a Brunnen gwesn. Ois a Mogd in da Fruah Wossa hoin woit, hods auf amoi an murdstrumm Kreischa gebm und es Madl is hoibat tot umgfoin.

 

Des woa a Bahöö! De Leit san natirlich gaffm kumma. “Wos is’n gschegn?”, hom’s gfrogt, “Und wos zum Geia fäut da so grindig?”

 

“Des is es Monsta ausn Brunnen!”, hod des Madl mit aufgrissene Augn gschrian, “A schiacha blada Basilisk, mit giftige Gluataugn und Schlaungenschuppn und grausliche Zechnnägl und an Schnobl wia’ra Henn… Pfui gack!” De Oame hod grod ausgredt, do is a scho gsturbm vua Schreck.

 

“A Basilisk!”, hom de Leit gschrian, “Mia wern olle krepiern! Der Schichling wird uns olle vanichtn!” “De Wööd geht unta!”

 

Owa da Bäckabua, a Obachecka, woa a scho zur Stöö. “So a Schas”, hod a gsogt, “Do drin is nix, es ongschissane Heisln. Gebt’s ma a Säu und losst’s mi owe.”

 

Gsogt, gmocht. Da Bua woa scho beinah gaunz untn, do hod er auf amoi gschrian wia am Spieß. Schnöö hobm eam de ondan auffezogn.

 

“Und, wos woa?”, hom’s gfrogt. Da Bua woa gaunz weiß vua Aungst und hod ziddat wia’ra Pudding. “Es Madl hod kan Schas dazöhd.”, hod a gstammlt, “Do is wirklich a Basilisk … de Augn … de stechn aso … DE AUGN! Oida, i glaub i geh ei…” Und er is umgfoin. Mit an Kibl Wossa hom’s eam wieda aufgweckt.

 

“De Augn”, hod da Bua no amoi gsogt, “De san mei End.” Da is a Madl zu eam kumman mit an sübanen Toschnspiagl. “Hod da schiache Basilisk sein giftign Blick und sei schiache Visasch scho amoi söwa gsegn?”, hod’s gsogt, “Zag eam do sei Spiaglbüd, do wird’s eam aus de Schlapfm prackn!”

 

“Ned deppat”, hod a oida Maun gsogt, “Owa wer geht owe? Du?” “Naaa!! I sicha a ned, i bin jo ned augrennt!”, schreit’s Madl mitn Spiagl, “Aussadem hob i Hechnaungst und häng mi sicha ned an a Säu!”

 

“Na geh bitte.”, sogt da Bäckabua leise, “Gib her an Spiagl, i moch’s.”

 

Und es zweite Moi hom’s eam owelossn. Imma stärka is der Gstaunk wurn, und mittn aus dera Schweflwoikn hom de giftign göbm Augn aussegleicht. Ois da Bua en Spiagl zückt hod, hod da Basilisk schrill pfaucht, is zruckwichn, hod wia hypnotisiert auf sei Spiaglbüüd gafft – und is – “paff!” – afoch zu Staa worn!

 

De Leit hobm gfeiert und dem tapfan Bäckabuam ans ums ondare Bier kaft, und damit nie wieda a Basilisk in da Schönlaterngossn sei Unwesn treibm kaun, hom’s en Brunnen bis obm zuagschitt mit Staana.

 

Leida is da mutige Bäckabua no in da söbm Nocht gsturbm. Ob wengan giftign Blick vom Basiliskn oda wengan vüün Bier, waaß ma nimma so genau. Olladings hod ma in Wean nie wieda wos gheat, grochn oda gsegn von den grauslichn Viech namens Basilisk.

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