Bestattungsmuseum - WIENzig
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Wiener Zentralfriedhof Kreuz (c) STADTBEKANNT

Bestattungsmuseum

Die skurrile Seite des Sterbens

 

Einen besonderen Einblick in die Welt des Sterbens hat man im Wiener Bestattungsmuseum, wo die skurrilen Seiten des Ablebens beleuchtet werden – und natürlich ist das Wiener Bestattungsmuseum auch das erste der Welt (1967 gegründet, bis September 2013 in der Goldegggasse 4 im 4. Wiener Bezirk).

 

So einige interessante Exponate finden sich im Museum in dem stillen Innenhof der Bestattung Wien, neben unzähligen Fotos und Illustrationen von Begräbnissen mit barockem Pomp finden sich auch weniger prachtvolle Dinge, etwa der von Kaiser Josef II. eingeführte Sparsarg zum wiederverwenden: in dem (damals sehr teuren) Holzsarg wurden die Toten nur bis zum Grab geführt, über der Öffnung wurde der Sarg unten aufgeklappt und die Leiche fiel in die Grube. So konnte der Sarg mehrmals gebraucht werden. (Das interessante Konzept scheiterte dann allerdings an der Wiener Bevölkerung!)

 

Leichentram und Grabwecker

 

Weitere morbide Sammlungshighlights sind etwa die Wiener Leichentram mit Platz für zwölf Särge, die in den Weltkriegen die Toten auf ihre letzte Reise geschickt hat oder eine noch ältere Kutsche für Sargtransporte. Skurrilitäten wie der nachgebauten Magrittsche Sitzsarg oder der Grabwecker, der als Rettung für die eventuell irrtümlich lebendig Begrabenen dienen sollte gibt es neben historischen Bestatteruniformen, verschiedensten Urnen und Kinderspielzeug rund um das Ableben ebenfalls zu sehen.

 

Bestattungsmuseum
am Wiener Zentralfriedhof

 

Tor 2 (Haupteingang)
Untergeschoß der Aufbahrungshalle 2
Simmeringer Hauptstraße 234
1110 Wien

 

Mo – Fr 9.00 – 16.30 Uhr

Sa 10.00 – 17.30 Uhr (1. März – 2. November 2020)

Eintritt 7,- Euro, Kinder/Jugendliche bis zum 12. Lebensjahr freier Eintritt

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